Myelom Lymphom Kontaktinformationen

Laparoskopie Endoskopische Untersuchung der Bauchhöhle

Laparotomie operative Eröffnung der Bauchhöhle

Laser Abkürzung (engl.) für „light amplification by stimulated emission of radiation“. Laserlicht ist scharf gebündeltes , sehr energiereiches Licht einer Wellenlänge. Beim Auftreten auf Gewebe wird die Energie als Wärme frei. Laser können daher zum zielgenauen Verkochen oder Durchtrennen von Gewebe eingesetzt werden.

Laserbestrahlung Laserstrahlen sind gebündeltes, sehr energiereiches Licht. In der Medizin wird Laserlicht zum Verschmelzen oder Aufschmelzen von Gewebe („Lichtmesser“) angewandt.

latent verborgen, versteckt, ohne Symptome verlaufend

Leberperfusion Durchspülung der Leber (mit Zytotastika)

Letalität Sterblichkeit in der Statistik, das Verhältnis der Todesfälle zur Zahl der Erkrankten

Lethargie Teilnahmslosigkeit

leucemia englisch für Leukämie, siehe „Leukämie“

Leukämie auch Leukose, schwere Erkrankung des die weißen Blutkörperchen bildenden Gewebes in Knochenmark, Milz und Lymphknoten – durch außergewöhnliche Vermehrung der weißen Blutkörperchen gekennzeichnet. Man unterscheidet Knochenmarks-Leukämie (myeloische Leukämie, Myelose) und Milz-Lymphknoten-Leukämie (lymphatische Leukämie, Lymphadenose). Leukämie kommt bei Kindern und Erwachsenen vor – sie kann akut oder chronisch verlaufen. Therapeutisch angewendet werden versch. Zytostatika und Bestrahlungen, auch Knochenmarkstransplantation. Die Ursache der Leukämie ist ungeklärt.

Leukapherese Verfahren zur Gewinnung von weißen Blutzellen einer Spenders aus dem Venenblut. Die übrigen Bestandteile des Blutes werden in den Kreislauf zurückgegeben.

Leuko´s siehe „Leukozyten“

Leukopenie Zustand mit zu wenig Leukozyten im Blut

Leukozyten auch „Leuko´s“ genannt – die weißen Blutkörperchen – Sie sind in Form und Funktion sehr unterschiedliche, kernhaltige Zellen. Ihre Zahl im Blut schwankt zwischen 4000 und 10000/µl. Eine Vermehrung der Leukozyten über 10000/µl wird als Leukozytose, eine Verminderung unter 4000/µl als Leukozytopenie (Leukopenie) bezeichnet. Die Leukozyten haben mit der Abwehr von Krankheitserregern zu tun und beseitigen auch die durch den Zerfall von Körperzellen anfallenden Trümmer. Man unterscheidet verschiedene Leukozytenarten. Ihre Auflistung wird als Differenzialblutbild bezeichnet (siehe auch „Differentialblutbild“).

Leukozytopenie deutliche Verminderung der Leukozyten

Leukozytose deutliche Vermehrung der Leukozyten als Ausdruck von Abwehrvorgängen des Körpers bei entzündlichen und infektiösen Erkrankungen.

Liquor Liquor cerebro spinalis; Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit.

lokal örtlich

Lokalanästhesie örtliche Betäubung

Lokalisation Sitz, z.B. einer Erkrankung im Körper

Lokalrezidiv Rezidiv eines Tumors am ursprünglichen Ort.

Lumbalpunktion zur Entnahme von Gehirn-Rückenmarkflüssigkeit (Liquor) durchgeführter Einstich in den Wirbelkanal (zwischen dem 3. und 4. oder 4. und 5. Lendenwirbel-Dornfortsatz) zum Zweck der Untersuchung der Zellen, Einträufelung (Instillation) von Medikamenten in den Lumbalkanal (z.B. bei ALL) oder der Druckentlastung

Lymphadenektomie operative Entnahme von Lymphknoten; z.B. zur Untersuchung auf Tumorbefall

Lymphangiographie eine Röntgenuntersuchung des Lymphsystems

Lymphanigitis Entzündung der Lymphbahnen

lymphatisch auf die Lymphe bezogen

lymphatisches Gewebe lymphatische Organe, in das Lymphgefäßsystem eingeschaltete Lymphknoten sowie die Milz und das Knochenmark. Funktion ist Entgiftung der Lymphe vor ihrem Eintritt ins Blut und Bildung von Lymphzellen.

lymphatisches System Gewebe, das im ganzen Körper verteilt ist und weiße Blutzellen enthält, welche Infektionen bekämpfen.

Lymphbahnen Gefäße des Lymphflusses

Lymphdrainage spezielle Behandlung des Lymphödems, wobei die angestaute Lymphe durch vorsichtiges Ausstreichen zum Abfließen gebracht wird.

Lymphe farblose bis gelblich, wässrige Gewebsflüssigkeit. Die L. sammelt sich in den Lymphkapillaren und -gefäßen und mündet in das Venensystem – sie enthält die Lymphozyten.

Lymphgefäßsystem ein besonderes Gefäßsystem der Wirbeltiere. Die Lymphe tritt in den verschiedenen Körperorganen in die Lymphgefäße ein, die sich zu größeren Gefäßen sammeln und mit dem Brustlymphgang (Milchbrustgang) im Brustraum in die venöse Blutbahn (obere Hohlvene) einmünden. Im L. werden vom Darm her die Fette (durch sog. Chylusgefäße) dem Blutgefäßsystem zugeleitet. In das L. eingeschaltet sind Lymphknoten, die als Filter wirken und Lymphozyten produzieren.

Lymphgeschwulst Lymphdrüsengeschwulst, Lymphom, aus entzündlicher oder anderer Ursache entstandene Lymphknotenschwellung.

Lymphknoten finden sich an vielen Stellen des Körpers (L.-stationen) und stellen ein Filtersystem für das Gewebewasser (Lymphe) in einer Körperregion dar. Die L. gehören zum Abwehrsystem. Die oft verwendete Bezeichnugn Lymphdrüsen ist falsch, da die L. keinerlei Drüsenfunktion besitzen.

Lymphoblasten lymphatische Stammzellen, aus denen sich die Lymphozyten entwickeln

Lymphogranulomatose veralteter Ausdruck für Hodgkin-Lymphom. [nach dem brit. Arzt T. Hodgkin, * 1798, † 1866]

Lymphokine Substanzen, die von Lymphozyten produziert und abgesondert werden und andere Zellen aktivieren oder deren Funktion beeinflussen; haben eine wichtige Funktion bei der Immunabwehr.

Lymphom Lymphdrüsengeschwulst, Lymphgeschwulst, aus entzündlicher oder anderer Ursache entstandene Lymphknotenschwellung.

Lymphozyten Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die bei der Abwehr von Krankheiten und Fremdstoffen mitwirken – siehe auch „Leukozyten“

Lymphozytopenie siehe „Zytopenie“

Lymphödem Anschwellen eines Körperteils durch Lymphstau bzw. gestörten Lymphabfluss. Häufigste Ursache ist die operative Entfernung von Lymphknoten, z.B. bei Brustkrebs

Lymphsystem dient als Filter gegen körperfremde Stoffe und ist darüber hinaus an der Spezialisierung der Lymphozyten beteiligt.