Myelom Lymphom Kontaktinformationen

Pädiatrie Kinderheilkunde.

P.R. siehe „partielle Remission“

palliativ schmerzlindernd, nicht heilend. (siehe auch „Palliativtherapie“)

Palliativmittel Mittel, die Krankheitssymptome nur lindern. (siehe auch „Palliativtherapie“)

Palliativtherapie eine krebshemmende Therapie, die vorrangig auf die Erhaltung bzw. Verbesserung der Lebensqualität ausgerichtet ist. Sie ist zu unterscheiden von der kurativen Therapie, die primär die Heilung zum Ziel hat. Die palliative Therapie hat besondere Bedeutung, wenn die Heilung eines Krebspatienten nicht mehr möglich ist.

Palpation Tastuntersuchung

Pankreas Bauchspeicheldrüse; produziert verschiedene Enzyme, die zur Verdauung notwendig sind, und Insulin

Paramedizin siehe „alternative Medizin“

Parameter Meßgröße

paraneoplastisches Syndrom allgemeine Krankheitssymptome im Rahmen einer Krebserkrankung, die nicht unmittelbar vom Tumor, sondern durch Substanzen hervorgerufen werden, die er absondert.

Paraproteine Sammelbegriff für monoklonale Antikörper im Serum, die von bösartigen Zellen gebildet werden. Meist Zeichen einer malignen Erkrankung von B-Lymphozyten bzw. Plasmazellen, besonders bei multiplem Myelom.

Parasit Schmarotzer

Parästhesien Mißempfindungen im Bereich sensibler Nervenendigungen; z.B. Kribbeln, Taubheitsgefühl, schmerzhaftes Brennen.

parentale Ernährung Zufuhr von Nährstoffen in flüssiger Form unter Umgehung des Verdauungstraktes (z.B. Traubenzucker-, Mineralstoff-, Vitaminlösungen) – häufig nach Operationen durch Infusionen in die Blutbahn angewandt.

parenteral unter Umgehung des Magen-Darm-Kanals, z.B. intravenöse Ernährung – siehe auch „parenterale Ernährung“.

paroxysmal anfallsartig, plötzlich

Paroxysmale Nächtliche Hämoglobinurie PNH Krankheit, bei der sich anfallsartig die roten Blutkörperchen vorzeitig innerhalb der Blutgefäße auflösen und die dann mit dem Urrin ausgeschieden werden.

partielle Remission P.R. teilweise Remission. Ein Rückgang der Krankheitszeichen um mindestens 50 %. (siehe auch „Remission“)

pathogen krankmachend

Pathogenese Entstehung, Entwicklung einer Krankheit

Pathogenität Fähigkeit eines Keims (Bakterium, Virus), Infektionskrankheiten verursachen zu können

Pathologe Arzt für Pathologie

Pathologie die Lehre von den Krankheiten, d.h. die Erforschung der Gesetzmäßigkeiten krankhaften Geschehens. Die pathologische Anatomie untersucht die Gewebs- und Organveränderungen, die pathologische Histologie die feingeweblichen Veränderungen, die pathologische Physiologie die Veränderungen der Organfunktionen durch die Krankheiten.

pathologisch die Pathologie betreffend – krankhaft

PBSCT engl.: peripheral blood stemm cell transplantation – periphere Blutstammzelltransplantation

PCR siehe „Polymerase chain reaction“

PEG-Sonde Perkutane endoskopische Gastrostomie, Ernährungssonde, die durch die Bauchdecke in den Magen gelegt und verankert wird; kann längerfrsitig belassen werden.

Pentamidin-Inhalation Inhalation einer Substanz zur Verhinderung einer Lungeninfektion mit einem Erreger (Pneumocystis carinii).

Peptid Chemische Verbindung aus zu Ketten verknüpften Aminosäuren

Periduralanästhesie regionale Anästhesieform mit Betäubung der unteren Körperhälfte durch Injektion eines Betäubungsmittels in die Nähe der Nerven, die aus dem Rückenmarkskanal austreten.

periphere Blutbahn das zirkulierende Blut

periphere Blutstammzellen in das zirkulierende Blut ausgeschwemmte Blutstammzellen

periphere Stammzellentnahme Gewinnung von Stammzellen aus dem Blut nach Stimulierung der Stammzellproduktion mittels eines körpereigenen, hormonähnlichen Stoffes (G-CSF). Mit einem Zellseparator werden die Stammzellen aus dem Blut gesammelt.

Peritonealkarzinose Tumorbefall des Bauchfells, häufig mit krankhafter Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle

Peritoneum Bauchfell; Schleimhaut, die alle Bauchorgane umschließt und die Bauchhöhle auskleidet.

perkutan durch die Haut

Perniziöse Anämie besondere Form der Blutarmut aufgrund eines Mangels in der Versorgung mit Vitamin B12.

PET Positronen-Emissions-Tomographie, siehe dort

Petechien winzige, lokalisierte, rote, punktförmige Einblutungen aus kleinen Blutgefäßen dicht unter der Haut. Sie sind häufig durch einen Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten) bedingt.

Phagozyten Fresszellen. Bewegliche Wanderzellen, die Nahrungspartikel, Fremdstoffe oder Bakterien in sich aufnehmen und entweder verdauen oder zur Ausscheidung abtransportieren – z.B. die Leukozyten.

Phagozytose die Fähigkeit einzelner Zellen, z.B. der weißen Blutkörperchen, sich feste Nahrungspartikel, Zelltrümmer, Bakterien oder kleine Fremdkörper einzuverleiben – spielt eine Rolle bei der Immunabwehr.

Pharmakokinetik Verteilung im Körper, Verstoffwechslung und Ausscheidung eines Medikaments

Pharynx Rachen

Philadelphia-Chromosom Charakteristisches Merkmal der chronisch myeloischen Leukämie. Molekulargenetisch handelt es sich um eine Umlagerung eines Abschnittes vom Chromosom 9 auf das Chromosom 22. Diese Verschiebungen werden auch Translokationen genannt. Sie führen hier dazu, dass das Chromosom 22 verkürzt vorliegt. Manchmal ist das Chromosom 9 gleichzeitig verlängert.

physisch körperlich

Phytotherapie Behandlung mit Medikamenten pflanzlicher Herkunft

Placebo Scheinmedikament

Plasma der flüssige Anteil des Blutes, der verschiedene Proteine und Salze enthält, die für die normale Funktion des Blutes wichtig ist

Plasmazellen spezialisierte B-Lymphozyten, deren Funktion die Antikörperbildung ist

Plasmozytom im deutschsprachigem Raum gleichbedeutend mit dem Begriff: multiples Myelom

plastische Chirurgie Wiederherstellungschirurgie

Plazebo Scheinmedikament

Pleura Brustfell; zwischen Lunge und Brustwand gelegene doppelte Schleimhaut, die der Beweglichkeit der Lunge beim Atmen dient

Pleuraerguß krankhafte Flüssigkeitsansammlung im Spalt zwischen Lunge und Brustwand, die zu Atemstörungen führen kann. Häufig bei Tumorbefall der Pleura.

Pneumocystis carinii einzelliger Mikroorganismus (Protozoon), das bei immunsupprimierten Patienten, wie solchen nach allogener Stammzelltransplantation, interstitielle Lungenentzündungen hervorrufen kann. Da diese u.U. sehr gefährlich sind und lebensbedrohend verlaufen können, wird zur Vorbeugung das Antibiotikum Cotrimoxazol (Cotrim forte o.ä.) gegeben oder/und Pentamidin-Inhalationen durchgeführt.

Pneumonie Lungenentzündung, eine durch bakterielle Erreger, besonders Pneumokokken, aber auch durch Viren hervorgerufene Erkrankung der Lunge.

PNH siehe „Paroxysmale Nächtliche Hämoglobinurie“

Polychemotherapie Chemotherapie, bei der – im Gegensatz zur Monotherapie – mehrere Substanzen miteinander kombiniert werden.

polyklonal Gegenteil von monoklonal: nicht zu ein- und demselben Zellklon gehörig

Polymerase chain reaction PCR Polymerase-Kettenreaktion. Genetische Untersuchung der DNS, die einen Hinweis auf z.B. einen Gendefekt gibt.

Polyneuritis siehe „Polyneuropathie“

Polyneuropathie schmerzhafte und manchmal schwer behandelbare Entzündung mehrerer Nerven, für die die verschiedensten Ursachen (häufig die Chemotherapie) in Frage kommen.

Portsystem Ventil, das unter die Haut eingepflanzt wird und von dem aus ein Plastikschlauch in ein Blutgefäß führt.

Positronen-Emissions-Tomographie PET Rechnergestütztes, bildgebendes Verfahren, das Schnittbilder von Körperorganen herstellt, auf denen Stoffwechselvorgänge dargestellt werden.

postoperativ nach der Operation

Präkanzerose Gewebsveränderung, die eine unmittelbare Krebsvorstufe darstellt.

präklinisch wissenschaftlich notwendige Untersuchungen eines Medikamentes vor der Anwendung am Menschen (chemische Eigenschaften, Zellkultur, Tierversuch).

Prävalenz Häufigkeit einer bestimmten Erkrankung zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem definierten Kollektiv, meist Gesamtbevölkerung

Prävention Vorbeugung

präventiv vorbeugend

primär an erster Stelle stehend, zuerst

Primärtumor Ausgangsgeschwulst

Probeexision PE Entnahme einer Gewebeprobe durch Herausschneiden

Prognose Vorhersage eines Krankheitsverlaufs aufgrund kritischer Beurteilung des Gegenwärtigen

Prognosekriterien Faktoren, die eine ungefähre Einschätzung des weiteren Krankheitsverlaufs erlauben

Prograf (R) registrierter Markenname, Immunsuppressiv wirkendes Medikament, das die Substanz Tacrolismus enthält. Es wirkt ähnlich wie Cyclosporin und hat ähnliche Nebenwirkungen.

progredient fortschreitend

Progression Fortschreiten der Erkrankung

progressionsfreie Zeit Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung

Progressive Muskelentspannung Entspannungsverfahren

Proktitis Entzündung des Enddarms; z.B. nach Bestrahlung im Beckenbereich

Proliferation Vermehrung von Zellen oder Gewebe

Prophylaxe Vorbeugung – Maßnahme zur Verhütung von Krankheiten

prospektiv vorausschauend, in die Zukunft gerichtete Untersuchung, mit anfangs unbekanntem Ergebnis.

Prostata Vorsteherdrüse; kastaniengroßes Organ, das direkt unterhalb der Blase beim Mann die Harnröhre umschließt. Sondert Sekret ab, das dem Samen beigemischt wird und damit die Beweglichkeit der Samenfäden fördert.

Protein Eiweiß

Protokoll Behandlungsprotokoll: Ablaufdefintion, z.B. Chemotherapieprotokoll; auch Ablaufplan einer klinischen Studie zur Erforschung von Wirksamkeit und Sicherheit einer Therapie

Pruritus Juckreiz

psychisch seelisch

Psychoonkologie Lehre von den psychischen Auswirkungen von Krebserkrankungen, von Krankheitsbewältigung und ihren Bedingungsfaktoren und von Möglichkeiten der psychologischen und psychotherapeutischen Unterstützung von Krebspatienten.

Psychosomatik Diese Fachrichtung beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen seelischen Vorgängen und körperlichen Funktionen.

pulmonal die Lunge betreffend

Punktion Entnahme von Flüssigkeiten u. Gewebsstückchen aus dem Körper mit Spezialinstrumenten, für diagnostische oder therapeutische Zwecke.

Purging Reinigung des Stammzellpräparats von bestimmten Blutkörperchen, die man nicht übertragen (transplantieren) möchte (purgare lat. = reinigen). So kann man T-Lymphozyten zur Verminderung des GvHD-Risikos entfernen, oder verunreinigende Leukämie- oder Lymphomzellen. Der Nutzen einer Entfernung von Leukämiezellen ist nicht zweifelsfrei belegt. Das Purging spielt eine Rolle bei der autologen Stammzelltransplantation. Purging wird mit Hilfe von Zytostatika, monoklonalen Antikörpern oder einer selektiven Anreicherung von Stammzellen vorgenommen.

Purine Bestandteile der Nukleinsäuren, die für die Übertragung der Erbinformationen in den Körperzellen verantwortlich sind.