Diagnose Multiples Myelom

von einem MM-Patienten aus Innsbruck


Anfang März war ich in der Notaufnahme der Klinik Innsbruck, weil mir eine Rippe große Schmerzen bereitet hat. Nach einem 6-stündigen Aufenthalt in der Notaufnahme hieß es: „Sie werden sofort stationär aufgenommen“. In den darauffolgenden 2 Wochen folgten dann zahlreiche Untersuchungen inklusive einer Knochenmarks- und CT-gesteuerten Rippenpunktion. An einem Freitag durfte ich die Klinik verlassen und in der darauffolgenden Woche wurde ich zur Befundbesprechung in die Onkologie gebeten. Bei diesem Gespräch teilte mir der Arzt mit, dass zwar der Knochenmarksbefund noch fehlte, aber dass es ziemlich wahrscheinlich ein Multiples Myelom sei. Gleichzeitig informierte er mich auch kurz über diese Krankheit und die wahrscheinliche Therapie mit Hochdosischemo.

Absolut niedergeschlagen verließ ich die Klinik und bin stundenlang im Internet gesurft um mehr über diese Krankheit zu erfahren. Das was ich dort gelesen habe, war für mich vollkommen erschreckend und beängstigend. Noch am selben Abend rief ich Elke von der Selbsthilfegruppe an und sie hat mir noch einiges über MM erzählt und mir Mut gemacht. An dieser Stelle möchte ich mich mal ganz, ganz herzlich dafür bedanken! Danke für das Gespräch und die Unterlagen, die ich kurz darauf zugeschickt bekommen habe!

Zwei Tage später musste ich dann nochmals in die Onkologie. Bei dieser Besprechung waren nun alle Befunde vorhanden und schlussendlich wurde ein Solitäres Plasmazytom diagnostiziert. Es ist kaum vorstellbar, aber ich habe die Klinik danach tatsächlich „erleichtert“ verlassen und mir gedacht „schon eigenartig, dass man sich über Krebs auch freuen kann“. Ich habe zu diesem Zeitpunkt zum ersten Mal ganz klar festgestellt, dass ALLES im Leben nur davon abhängt wie und von wo aus man etwas betrachtet. Bereits rund eine Woche später begann meine Strahlentherapie. Vorab wurde bei einem Einzeichnungstermin die Stelle für die Bestrahlung genau markiert. 25 mal, also rund 5 Wochen lang (täglich außer Samstag, Sonntag und Feiertag) hatte ich in der Früh meine Bestrahlungen auf einem LINAC-Gerät in der Klinik Innsbruck. Die Bestrahlung selbst hat jeweils nur rund 30 bis 40 Sekunden gedauert und die gesamte Therapie habe ich ohne Nebenwirkungen sehr gut vertragen. Im Laufe der Zeit hat sich einzig die Haut (die Stelle aan der bestrahlt wurde) immer dunkler gefärbt und ab und zu wurde ich nachmittags etwas müde. Nach der Therapie gab es eine Abschlussbesprechung und ca. 4 Wochen später einen Kontrolltermin in der Onkologie. Bei dieser Kontrolle wurde Blut und Harn kontrolliert, Röntgenaufnahmen vom gesamten Körper sowie ein CT gemacht. Laut Auskunft meines Arztes haben sich keine neuen (zusätzlichen) Herde gebildet und der Weichteilanteil (Tumor) an der Rippe ist ebenfalls kleiner geworden.

Aufgrund dieser Tatsachen ist zwischenzeitlich keine weitere Behandlung vorgesehen und der nächste Kontrolltermin erwartet mich dann (wahrscheinlich wieder mit etwas Kniezittern) im September.