Meine Mutter leidet an Multiples Myelom

Meine Mutter leidet an Multiples Myelom


Zu Beginn möchte ich feststellen, dass es auf Gottes Erde noch Engel gibt und ich danke dafür, dass ich einem begegnen durfte. Ich denke da an Elke von der Selbsthilfegruppe aus Salzburg. Sie ist wirklich ein Engel und ich wünsche mir, dass jeder die Möglichkeit hat, einen solchen Menschen wie Elke kennenlernen zu dürfen. Noch nie zuvor habe ich einen wunderbareren, herzlicheren, charismatischeren, lebensfroheren und hilfsbereiteren Menschen getroffen.

Liebe Elke, danke für alles!

Es gibt nichts Negatives das nicht auch was Positives hat !!!

Meine Mutter ist 58 und ist an Plasmozytom erkrankt. Angefangen hat alles im Jahr 2000. Keinem von unserer Familie war bewusst, wie ernsthaft diese Erkrankung ist, denn unsere Mutter hatte nie ein Wort darüber gesprochen. Unsere Oma leidet an Osteoporose und uns hat die Mutter erklärt, sie müsse alle 2 Monate Infusionen bekommen, damit sie nicht auch an Osteoporose erkrankt. Somit waren wir beruhigt und die Jahre vergingen. Nie hatte sie ein Wort über Krebs oder unheilbare Krankheit gesagt. Und wer geht schon mit einer Frau mit 58 Jahren, die topfit ist, zum Arzt oder durchstöbert ihre Arztbefunde. Wir wissen bis heute nicht, ob unserer Mutter die Ernsthaftigkeit dieser Krankheit bewusst war. Wenn nicht, dann hat sie 4 unbeschwerte Jahre erlebt, wenn ja, dann war es sicherlich sehr schmerzhaft nicht darüber zu sprechen.

Vor etwa 6 Wochen musste unsere Mutter in die Klinik zu einer Untersuchung bez. Nieren. Eine Ärztin teilte ihr mit, dass es gut wäre, sich im Spätsommer einer Hochdosischemo zu unterziehen. Jetzt fielen wir aus allen Wolken und uns wurde jetzt auch bewusst, dass es was Schwerwiegendes sein musste. So, nun studierte ich alle Arztbefunde und konnte es einfach nicht glauben. Unsere Mutter, die immer voll aktiv, gesund und fit war, sollte auf einmal an Krebs erkrankt sein. Nächtelang weinte ich und überlegte, was kann ich tun. Viele Infos über MM holte ich mir übers Internet. Ich kam auf die Seite von der Selbsthilfegruppe MM aus Österreich und sofort schrieb ich eine mail und bat um Hilfe und Ratschläge. Ich war so glücklich, dass es da jemanden gab, der mich verstand und mir auch noch mit Ratschlägen beiseite stand. Stundenlang habe ich mit Elke telefoniert, die mich immer wieder auf Vordermann gebracht hat. Ich hatte nochmals um einen Termin in der Klinik gebeten, den ich gemeinsam mit meiner Mutter wahrgenommen habe. Die Hochdosischemo wird derzeit noch nicht durchgeführt. Meine Mutter wird mit Thalidomid und Zometa behandelt. Bislang verträgt sie diese Medikamente sehr gut und wir wünschen uns, dass es so bleibt.

Meine Mutter, die immer sehr gestresst war und immer alles tiptop haben musste, sieht ihr Leben jetzt anders. Sie genießt alles viel mehr und erfreut sich an jeden neuen Tag. Sicherlich gibt es auch Stunden, an denen sich meine Mutter nicht gut fühlt, aber die gehen auch vorbei. Nach jedem Regen scheint auch wieder die Sonne. Meine Mutter ist eine sehr starke Frau und hat einen sehr tiefen Glauben. Ihr Schicksal nimmt sie an und sagt immer: Wenn der liebe Gott will, dass ich wieder gesund werde, dann wird es so sein. Und diese Einstellung gibt ihr sehr viel Kraft.

…und , dass es mir wieder besser geht, habe ich der Elke zu verdanken, die mich wirklich immer wieder voll motiviert hat. Danke, nochmals!

Ich beschäftige mich jetzt sehr viel mit MM. Man sollte immer auf dem neuesten Stand sein, was Arzneien und Behandlungsmethoden betrifft. Auch habe ich schon eine MM-Veranstaltung der Selbsthilfegruppe München mit Elke miterlebt, die sehr aufschlussreich für mich war. Man trifft viele Gleichgesinnte und man erkennt, dass das Leben trotz dieser Erkrankung wunderschön sein kann. Es kann jeder selbst entscheiden, ob man glücklich sein will oder nicht. Man muss nur den Fokus richtig einstellen ….

Ich wünsche allen, die diesen Beitrag lesen, alles alles Liebe und Gute und viele Sternschnuppen.