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Neu diagnostiziert

Wenn der Arzt seinem Patienten die Diagnose Myelom, Lymphom oder MDS eröffnet, besteht meist erhöhter Informationsbedarf. Diese Begriffe sind in der Bevölkerung weniger bewusst als etwa Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs oder Protstatakrebs. Doch spätestens, wenn die Diagnose mit den Begriffen Tumor oder Krebs in Zusammenhang gebracht wird, bricht für den Patienten eine Welt zusammen.

Begriffe

Das Wort „Myelon“ bedeutet Mark und bezieht sich im medizinischen Bereich auf das Rückenmark.
Im Knochenmark, vor allem im Rückenmark werden die Blutzellen gebildet. Aus den weißen Blutkörperchen (Leukozyten), genauer gesagt aus den B-Lymphozyten, reifen die Plasmazellen heran. Sind diese Plasmazellen entartet, spricht man von einem Plasmozytom oder auch von einem Myelom. Ein Myelom ist also ein Tumor, der vom Rückenmark ausgeht. Ein multiples Myelom ist eine bösartige Erkrankung des Knochenmarks.

Bei einem Lymphom gehen die Tumore vom Lymphknotengewebe aus. Das multiple Myelom zählt zur Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome.

Mit dem Begriff MDS (Myelodysplastische Syndrome) oder auch Myelodysplasie werden verschiedene Knochenmarkserkrankungen mit ähnlichen Ursachen und ähnlichem Erscheinungsbild zusammengefasst. „Myelos“ bezeichnet das „Rückenmark“, „dys“ steht für „schlecht“ und „plassein“ bedeutet „bilden“.

Notwendige Maßnahmen

Möglicherweise sind weitere Untersuchungen erforderlich, um die Diagnose zu bestätigen oder den aktuellen Stand der Erkrankung festzustellen. Dazu wird der Arzt unter anderem Urinproben anfordern sowie Knochenmark- und Blutentnahmen einleiten. Röntgenuntersuchungen dienen unter anderem dazu, eine Prognose zu stellen.

Anschließend wird der Arzt mit Ihnen die geplante Therapie besprechen. Diese hängt vom Stadium der Erkrankung ab. So kann zum Beispiel bereits eine Chemotherapie oder eine Stammzellentransplantation erforderlich sein. In einem frühen Stadium, wenn es sich noch nicht um eine symptomatische Erkrankung handelt, wird man möglicherweise aber auch erst einmal abwartend reagieren. Auf alle Fälle wird jedoch bereits in diesem Stadium die Nierenfunktion überwacht.

Für den Patienten ist es wichtig, sein Leben auf die neuen Umstände auszurichten. Je nach Stadium der Erkrankung muss er es nicht komplett umkrempeln.