Archive for August, 2005


Nachruf auf Andrea Rachelsperger

08/15/2005 9:03:00 AM

Nachruf unserer Myelom Hilfe Österreich zum Tode von Mag. Andrea Rachelsperger

Wir trauern um unsere Freundin Mag. Andrea Rachelsperger, welche am 12. August 2005 den Kampf gegen ihre seltene Krebserkrankung (MNST) nach 1 ¾ Jahren verloren hat – mit 29 Jahren.

Als Gründungs- und Vorstandsmitglied unserer Selbsthilfe hat uns Andrea nicht nur mit ihrem juristischem Fachwissen unterstützt. Ihr und Ihrem Lebenspartner Patrick verdanken wir auch unsere Website- gemeinsam haben sie uns elements.at und Martin Zehentner vermittelt. Andrea war es wichtig, auf seltene Krebserkrankungen aufmerksam zu machen, Patienten über Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten zu informieren. Sie scheute auch nicht davor zurück in einer Fernsehaufzeichnung, als junge Krebspatientin, mitzuwirken.

Wenn immer es ihr gesundheitlich möglich war, nahm sie an unseren Patienten/Angehörigen Treffen teil und strahlte stets Zuversicht und Hoffnung aus. Selbst kurz nach schweren Operationen hatte sie aufmunternde Worte für Mitpatienten und ließ keinen Zweifel daran, dass es Lebensqualität trotz Erkrankung gibt. Ihrer stets guten Laune und ihrem unverkennbaren Lächeln konnte die Krankheit nichts anhaben.

Sport war seit Kindheit Andreas Lebenselixier – biken, segeln, skifahren, bergsteigen. Diese sportlichen Aktivitäten betrieb sie auch in ihrer Krankheitsphase, trotz Operationen, Chemo- und Strahlentherapie.

Ihre letzte Ruhestätte fand sie an einem Ort, wie er nicht besser passen könnte: in Kaprun, mit Blick aufs Kitzsteinhorn.

Unsere Freundin fehlt uns und wir gedenken ihrer in Liebe und Dankbarkeit. In unseren Herzen hat Andrea für immer eine Bleibe gefunden.

In dieser Zeit der Trauer besteht unser Trost für Andreas Lebensgefährten Patrick, sowie den Eltern und dem Bruder oft nur darin, liebevoll zu schweigen und schweigend mitzuleiden.
Elke Weichenberger
Obfrau


Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin Ich.
Ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
gebraucht nie eine andere Redeweise.
Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Betet, lacht, denkt an mich. Betet für mich, damit mein Name im Hause ausgesprochen wird so, wie es immer war, ohne irgendeine besondere Bedeutung, ohne die Spur eines Schattens. Das Leben bedeutet das, was es immer war. Der Faden ist nicht durchschnitten. Warum soll ich nicht in euren Gedanken sein, nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin? Ich bin nicht weit weg. Ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.

(charles paguy)