Archive for September, 2007


Welt-Lymphom-Tag 2007

09/15/2007 1:59:00 PM

Welt-Lymphom-Tag 2007
Seminar für PatientInnen und Angehörige

Zeit Samstag, 15.September 2007, 9-16.00 Uhr
Ort Kardinal König Haus, 1130 Wi

Bericht vom Welt-Lymphom-Tag 2007

15. September 2007, Kardinal-König-Haus


Mit einem Seminar über Lymphomerkrankungen haben wir auch 2007 unseren Beitrag zum Welt-Lymphom-Tag geleistet. Nach monatelanger Vorbereitung und mit Unterstützungen von Univ. Prof. Dr. Johannes Drach (AKH Wien) und Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig (Wilhelminenspital ) war es ein sehr informatives Patienten-Angehörigenseminar. An die 200 interessierten Personen waren gekommen, um sich bei den Experten über ihre Lymphomerkrankung zu informieren und ihre, oft quälenden, Fragen stellen zu können. Die Räumlichkeiten im Kardinal König Haus waren bestens geeignet auch in Kleinseminaren zu speziellen Themen Vorträge abzuhalten. Wir freuten uns über ein überaus positives feedback der Teilnehmer und wir sind sicher, dass weiterhin Informationsbedarf besteht.

Ich bedanke mich nochmals sehr herzlich bei meinem Team, dass sich engagiert an der Planung und Durchführung beteiligte. Mein Dank ergeht ebenso an Univ. Prof. Dr. Johannes Drach, sowie Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, sowie den zahlreichen Medien, die unser Seminar ankündigten!
Elke Weichenberger
Obfrau der Myelom Hilfe Österreich mit Selbsthilfegruppe Lymphome

Programm und ReferentInnen

Thema / ReferentIn Beginn Raum
Registrierung 8.00
Begrüßung
Univ. Prof. Dr. Ludwig, Univ. Prof. Dr. Drach, DGKS Elke Weichenberger
9.00 Saal
Was sind Lymphome? Warnzeichen, Symptome und Beschwerden bei Lymphomen
Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, Wilhelminenspital Wien
9.15 Saal
Behandlung und Therapiestrategien bei Lymphomen
Univ. Prof. Dr. Johannes Drach, Med. Universität Wien
9.50 Saal
Pause mit Getränken 10.25
Vorträge mit Fragen in Kleingruppen in 5 Räumen
DLBCL
Dr. Kathrin Strasser-Weippl, Wilhelminenspital Wien
10.45 Raum 1
Mantelzell-Lymphom
Univ. Prof. Dr. Johannes Drach, Med. Universität Wien
11.25 Raum 1
Follikuläres Lymphom
Univ.-Doz. Dr. Felix Keil, Landeskrankenhaus Leoben – Eisenerz
10.45 Raum 2
Chronisch Lymphatische Leukämie
Univ. Prof. Dr. Richard Greil, Paracelsus Universität Salzburg
11.25 Raum 2
MALT-Lymphom
Univ. Prof. Dr. Markus Raderer, Med. Universität Wien
10.45 Raum 3
Andere Lymphome wie Cutane, T-Zell, Haarzell-Leukämie
OA Dr. Georg Hopfinger, Hanusch – Krankenhaus Wien
11.25 Raum 3
Multiples Myelom
Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, Wilhelminenspital Wien
10.45 Raum 4
Morbus Waldenström
Dr. Viktoria Odelga, Med. Universität Wien
11.25 Raum 4
Morbus Hodgkin
Ass. Dr. Gudrun Pohl, Wilhelminenspital Wien
10.45 Raum 5
Mittagsbuffet 12.00
Fragestunde zur Komplementärmedizin bei Lymphomen
Medizinalrätin Dr. Jutta Hellan, Med. Universität Wien
13.30 Saal
Behandlungen von Nebenwirkungen von Lymphomen (insbesondere Schmerzen, Anämie und Fatigue)
Univ. Prof. Dr. Richard Greil, Paracelsus Universität Salzburg
14.05 Saal
Pause mit Getränken 14.40
Was sind Klinische Studien, Chancen und Risken
Univ. Prof. Dr. Johannes Drach, Med. Universität Wien
15.00 Saal
Ask the Experts
Univ. Prof. Dr. Drach, Univ. Prof. Dr. Greil, Univ. Prof. Dr. Ludwig
15.30 Saal

Pressekonferenz

5. September 2007, Wiener Börse

Einen öffentlichen Auftritt der besonderen Art – zumindest für uns Nicht-Medienmenschen – hatte die Selbsthilfe und insbesondere Obfrau Elke Weichenberger am 5. September 2007 im Restaurant Hansen in der Wiener Börse. Anlass war der Welt – Lymphomtag und natürlich auch unser Patienten- und Angehörigenseminar am 15. September.

Elke Weichenberger als Moderatorin begrüßte Frau Doris Kiefhaber, die Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe. Auch die Krebshilfe ist ja eine für Krebspatienten ganz wichtige Anlaufstelle in Österreich, mit der unsere Selbsthilfe eine langjährige gute Kooperation pflegt.

Als medizinische Experten waren zwei namhafte Spezialisten für Lymphomerkrankungen aus Wien zu Gast. Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, Vorstand der 1. Med. Abteilung, Zentrum für Onkologie und Hämatologie im Wilhelminenspital Wien und Past-Präsident der Europäischen Gesellschaft für medizinische Onkologie, der ESMO, sowie Univ. Prof. Dr. Johannes Drach, Programmdirektor für maligne Lymphome an der Medizinischen Universität Wien.

Was bedeutet eigentlich der Welt-Lymphom-Tag am 15. September? 2004 ins Leben gerufen, finden an diesem Tag in 22 Ländern unterschiedliche Aktivitäten und Informationsveranstaltungen statt. Ziel ist es, die Situation von Patienten mit dieser in der Öffentlichkeit leider noch wenig bekannten Krebserkrankung des lymphatischen Systems zu verbessern. „Ein wichtiges Anliegen der Betroffenen, schon alleine wenn man bedenkt, dass die Anzahl an Lymphomerkrankten am stärksten von allen Krebserkrankungen steigt“ so Elke Weichenberger in Ihrer Eröffnungsrede.

Warum es zu diesen Erkrankungen kommt, ist leider noch vielfach ungeklärt. Welche Umwelteinflüsse eine Rolle spielen, welche Faktoren bei der Entstehung mitspielen, ist offen. Tatsache ist leider, es kann jeden treffen.

Das gemeinsame Ziel war es also, das Thema „Lymphomerkrankungen“ verstärkt ins öffentliche Bewusstsein rücken. Denn gerade bei Lymphomen spielt die Früherkennung eine wesentliche Rolle und kann Leben retten. Und mit gesicherten Informationen, über Fortschritte in der Therapie, über Nebenwirkungen und im Austausch mit anderen Betroffenen, gelingt es oftmals, mit dem unvermeidlichen Schock einer derartigen Diagnose – Krebs – fertig zu werden. Denn Betroffene brauchen das Gefühl, dass alles getan wird, was Ihnen hilft. Nicht nur medizinisch …

„Für uns Betroffene ist es wichtig, Hilfe und Unterstützung auf breiter Ebene zu bekommen. In Form von verständlichen Informationen, Therapien, aber auch durch Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten. Der Erfahrungsaustausch und gemeinsame Aktivitäten tragen oftmals zu einer besseren Lebensqualität bei und helfen, unnötige Ängste abzubauen. Wir sind Mitglied in internationalen und nationalen Selbsthilfe-Institutionen“ so Elke vor den versammelten Vertretern großer österreichischer Medien.

Das weitere Programm dieses Tages gestaltete Herr Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, der im Anschluss an Elke Weichenberger die Ergebnisse der Anonymen Umfrage unserer Selbsthilfegruppe präsentierte und kommentierte. Ein wichtiger Hinweis darauf, wie gut die Zusammenarbeit unserer Selbsthilfe mit führenden Ärzten in Österreich ist.

Univ. Prof. Dr. Drach sprach in seinem Beitrag über neue Behandlungsoptionen, klinische Studien und Verbesserungen in der Erstdiagnose. Die Ergebnisse lassen uns hoffen, diese Krebserkrankungen bald besser in Schach halten zu können.

Fr. Doris Kiefhaber setzte sich auch in Ihrem Referat dafür ein, dass Krebspatienten in einer „patientengerechten“ Sprache aufgeklärt und informiert werden. Sie wusste zu berichten, wie wichtig richtige Aufklärung und Unterstützung von Krebspatienten ist.

Ein „greifbares“ Ergebnis dieser Pressekonferenz war die Berichterstattung zu diesem Thema, unter anderem in der „APA“, in „Kurier“ und „Krone“ sowie in „OE1“ und im „ORF Teletext“

Wir hoffen, auch dieser Termin war ein kleines Puzzlestück in unserem gemeinsamen Kampf gegen Krebs und das Bemühen, die Öffentlichkeit für dieses leider so wichtige Thema zu sensibilisieren.

Partner und Sponsoren

Eine Veranstaltung der Selbsthilfegruppe Myelom Kontakt Österreich in Zusammenarbeit mit folgenden Organisationen

Wir danken den folgenden Unternehmen und Organisationen für Ihre Unterstützung

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Download der Vorträge und Manuskripte

Thema ReferentIn
Veranstaltungsmanuskript
Grundlagen und Therapieoptionen bei NHL Univ. Prof. Dr. Drach
Klinische Studien – Chance oder Risiko? Univ. Prof. Dr. Drach
Aktuelle Aspekte in der Therapie des Mantelzell-Lymphoms Univ. Prof. Dr. Drach
Haarzell-Leukämie, Cutane und T-Zell Lymphom OA Dr. Hopfinger
Das follikuläre Lymphom Univ. Prof. Dr. Keil
Multiples Myelom Univ. Prof. Dr. Ludwig
Was sind Lymphome? Warnzeichen, Symptome und Beschwerden Univ. Prof. Dr. Ludwig
Morbus Waldenström Dr. Odelga
Morbus Hodgkin Dr. Pohl
MALT-Lymphome Univ. Prof. Dr. Raderer
Chronisch Lymphatische Leukämie Dr. Steiner
Nebenwirkungen von Lymphomen und deren Therapie Dr. Steiner
Diffus großzelliges NHL (DLBCL) Dr. Strasser-Weippl

Wir danken allen Vortragenden für die Zuverfügungstellung ihrer Vorträge und Unterlagen.