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Jahrestagung der Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie 2008

10/15/2008 11:20:00 AM

Univ. Prof. Dr. Johannes Drach

Medizinische Universität Wien
Univ. Klinik für Innere Medizin I, Klinische Abteilung für Onkologie
Programmdirektor für Multiples Myelom und maligne Lymphome

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Bericht von der Gemeinsamen Jahrestagung DGHO/ÖGHO/SHG/SGMO
Wien, 10. – 14. Oktober 2008

Die Gemeinsame Jahrestagung 2008, welche heuer in Wien abgehalten und von etwa 4200 Teilnehmern besucht wurde, brachte Fortbildung und aktuelle Erkenntnisse zu allen wichtigen Gebieten der Hämatologie und Onkologie. Betreffend „Multiples Myelom“ (MM) wurden zwar keine neuen Studiendaten präsentiert (neue Updates werden beim ASH Meeting Anfang Dezember in San Francisco erwartet), alle Teilnehmer der verschiedenen Sitzungen wurden aber auf den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie gebracht.

Die wichtigste wissenschaftliche Sitzung war sicherlich das Fortbildungssymposium zum Thema MM. In einem eigenen Referat wurden aktuelle Daten zur Diagnostik und Prognose des MM zusammengefasst. Wir können heute Risikopatienten insbesondere anhand des erhöhten beta-2-Mikroglobulins und bestimmter genetischer Faktoren identifizieren. Dazu zählen vor allem die Translokationen t(4;14) und t(14;16) sowie die Deletion 17p. Klinisch relevant sind dabei die Beobachtungen, dass Kombinationstherapien unter Verwendung der neuen Substanzen Bortezomib bzw. Lenalidomid die ungünstige Prognose offenbar überkommen können. Die

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konventionelle Therapie des MM wurde von Prof. Ludwig/Wien besprochen. Vor allem die Kombinationen Melphalan/Prednison (MP) plus eine neue Substanz standen dabei im Zentrum. MP + Thalidomid (MPT) wurde mittlerweile in 5 klinischen Studien gegenüber MP geprüft. Alle Studien zeigen einen Vorteil für MPT hinsichtlich Remissionsraten; 4 Studien ergeben einen Vorteil hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens, 2 Studien aus Frankreich sind auch positiv hinsichtlich der Gesamtüberlebenszeit. MP + Bortezomib/Velcade (MPV) ist eine weitere, hoffnungsvolle Therapie insbesondere für ältere Myelompatienten. Die kürzlich publizierten Ergebnisse zeigen eine komplette Remissionsrate von 30% (gegenüber 2% bei MP), eine progressionsfreie Zeit von 24 Monaten (gegenüber 16 Monaten bei MP) und ebenso einen Vorteil in der Gesamtüberlebenszeit. MPT und MPV stellen somit neue Standards in der Therapie des älteren Myelompatienten dar; je nach klinischer Situation gibt es Argumente für bzw. gegen das jeweilige Schema. Über den Stand der Transplantation berichtete Prof. Einsele/Würzburg.

Für jüngere MM Patienten (unter 65 Jahren ohne relevante Begleiterkrankungen) ist die autologe Transplantation weiterhin der Therapiestandard. Von aktuellem Interesse ist derzeit insbesondere die Induktionstherapie, d. h. die medikamentöse Behandlung vor der Stammzelltransplantation. Mehr und mehr Daten sprechen dafür, dass eine gute Remission bereits vor Stammzelltransplantation das Therapieergebnis verbessert. Solche Induktionstherapien sind beispielsweise PAD (Bortezomib/Doxorubicin/ Dexamethason) oder VTD (Bortezomib/Thalidomid/Dexamethason). Von Interesse sind auch Konzepte zur Erhaltungstherapie, abgesehen von Thalidomid liegen aber für die neuen Substanzen noch keine Studiendaten vor. Betreffend der allogenen Transplantation gibt es keine neuen Entwicklungen; die sog. Mini-Transplantation soll nach wie vor nur in Studien durchgeführt werden, da die Datenlage weiterhin keine Therapieempfehlung zulässt. Spezielle Aspekte in der Therapie des älteren MM Patienten wurden von Dr. Taverna/Bern besprochen. Neben den MPT und MPV Daten wurde auch auf die Lenalidomid Studie der Mayo-Klinik eingegangen. Hierbei wird Lenalidomid mit hochdosiertem Dexamethason gegenüber niedrig-dosiertem Dexamethason verglichen. Alle Zwischenauswertungen zeigen hinsichtlich des Überlebens einen Vorteil zugunsten der Kombination von Lenalidomid mit niedrig-dosiertem Dexamethason (40mg einmal wöchentlich). Diese Daten sind wichtig, weil dabei auch das Nebenswirkungsprofil deutlich günstiger ist als bei hochdosiertem Dexamethason.

Aktuelle Daten aus der Forschung wurden in freien Vorträgen sowie Postersitzungen präsentiert. Diese können damit zusammengefasst werden, dass derzeit viele neue Zielstrukturen für eine zukünftige Therapieoption untersucht werden. Von praktischer Relevanz ist vor allem die zunehmende Erkenntnis, dass sog. Hitzeschock-Proteine in viele Signalwege der Myelomzellen involviert sind, und daher eine Blockade ein vielversprechender Therapieansatz ist. Diesbezüglich wird in Kürze eine Therapiestudie für das rezidivierte MM auch in Österreich zur Verfügung stehen.