Archive for September, 2013


Neue Studienergebnisse

09/25/2013 12:35:00 PM

Heinz Ludwig Prim. Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig stellt uns die neusten Studienergebnisse vor.
Wir möchten uns an dieser Stelle für sein Engagement und Unterstützung für die Myelom- und Lymphomhilfe Österreich bedanken!

„Kontinuierliche Therapie mit Revlimid und Dexamethason führt zu deutlich verlängertem progressionsfreien- und Gesamtüberleben bei älteren Patienten (Patienten die nicht für eine Transplantation geeignet sind) im Vergleich zu einer Therapie mit Melphalan-Prednison-Thalidomid (MPT) und im Vergleich zu einer auf 18 Monate begrenzten Verabreichung von Revlimid und Dexamethason. Die Behandlung mit kontinuierlichem Revlimid und Dexamethason war bei allen Risikogruppen wirksam, also auch bei jenen mit zytogenetisch definiertem, hohem Risiko. Die Behandlung mit kontinuierlichem Lenalidomid und Dexamethason wurde relativ gut toleriert. Im Vergleich zu MPT wurden seltener eine Verringerung  der Zahl der weißen Blutkörperchen, aber etwas häufiger Infektionen beobachtet. Insgesamt zeigten die Auswertungen der Lebensqualität-Untersuchungen keinen Unterschied zwischen den drei Behandlungsarmen.Die kontinuierliche Behandlung mit Revlimid und Dexamethason, dürfte aufgrund der Überlebensverlängerung und guten Verträglichkeit mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Standardtherapie für ältere Myelompatienten werden.

Eine frühzeitig eingesetzte Behandlung von Patienten mit Hochrisiko „Smoldering Myelom“ mit Revlimid und Dexamethason führt zu einer längeren Überlebenszeit. Diese wichtigen Erkenntnisse lassen sich aus einer großen spanischen Studie ableiten. Das Besondere daran ist, dass nicht alle Patienten mit Smoldering Myelom in die Studie einbezogen wurden, sondern nur jene, die ein hohes Risiko für einen frühzeitigen Übergang in ein aktives Myelom aufweisen. Einige Risikofaktoren dafür sind: mehr als 3g/dl Paraprotein, mehr als 10% Plasmazellinfiltration im Knochenmark und/oder ein hoher Anteil von tumorspezifischen Myelomzellen im Vergleich zu normalen Plasmazellen.Die Patienten wurde in zwei Gruppen unterteilt, nämlich in eine mit sofortigem Behandlungsbeginn mit Lenalidomid + Dexamethason, wobei diese Behandlung über neun Zyklen verabreicht wurde; danach wurde eine Revlimid Erhaltungstherapie bis zur Krankheitsprogression bzw. Intoleranz angeschlossen. In der Kontrollgruppe wurde die Behandlung erst nach Auftreten von Symptomen begonnen. Nach längerer Nachbeobachtungszeit zeigt sich für die aktive Therapiegruppe eine signifikante Verbesserung der Überlebenszeit im Vergleich zu den Patienten, die erst nach Auftreten von Symptomen behandelt wurden. Diese interessanten Ergebnisse geben aber auch zu verschiedenen Fragen Anlass, wie zum Beispiel über das optimale Zeitintervall zwischen Kontrolluntersuchungen bei diesen Patienten. Hier sollte bei hohem Risiko für einen Übergang in ein aktives Myelom eine kurzfristige Kontrolle (in etwa vierwöchigen Intervallen) unter Einbeziehung von mehr Laborparametern als es in der vorliegenden Studie der Fall war, durgeführt werden. Dadurch sollte ein  Fortschreiten der Erkrankungen früher erkannt, und damit die Therapie auch früher eingeleitet werden können. Mittlerweile sind verschiedene andere Arbeitsgruppen dazu übergegangen dieses Konzept in ähnlich strukturierten Studien zu überprüfen. Daher wird erst nach Vorliegen dieser zusätzlichen Daten entschieden werden können, ob die frühzeitige Behandlung von Patienten mit Hochrisiko Smoldering Myeloma zum Standard erhoben werden soll.

Velcade kann nun in Kombination mit Dexamethason oder mit Thalidomid und Dexamethason zur Erstlinientherapie bei nicht vorbehandelten Patienten, die für die autologe Stammzelltransplantation geeignet sind, eingesetzt werden. Dies wurde vor kurzem von der Europäische Kommission genehmigt und beruht  auf den Ergebnissen mehrerer europäischer Vergleichsstudien, die einen deutlichen Vorteil für Velcade-Kombinationen im Vergleich zu nicht Velcade-hältigen Therapien aufgezeigt haben. Im Speziellen wurde neben den Einsatz von Velcade mit Dexamethason auch die Kombination von VPT (Velcade-Thalidomid-Dexamethason) zugelassen.

Eine weitere Zulassung betrifft die Wieder-Behandlung mit Velcade, bei Patienten die auf eine Vorbehandlung mit Velcade gut angesprochen haben und darüber hinaus diese Behandlung gut toleriert haben. Auch hier gibt es Ergebnisse aus verschiedenen Studien, die eine respektable Wirkung von Velcade bei Velcade-vorbehandelten Patienten aufzeigen. Voraussetzung für den neuerlichen Einsatz ist ein gutes Ansprechen bei der ersten Anwendung von Velcade, eine gute Verträglichkeit, sowie ein langes therapiefreies Intervall (zumindest mehr als 6 Monate).

Pomalidomid wurde kürzlich von der Europäischen Kommission für die Behandlung von Patienten, die zumindest zwei Vortherapien erhalten haben, zugelassen. Pomalidomid ist die wirksamste immunmodulatorische Substanz (IMiD),  die gut verträglich ist und keine neuropathischen Nebenwirkungen verursacht.  Eine große Vergleichsuntersuchung hat einen klaren Vorteil für die Kombination von Pomalidomid mit Dexamethason im Vergleich zu einer alleinigen Dexamethason Therapie ergeben. Patienten die mit der Kombination behandelt wurden, wiesen sowohl ein längeres progressionsfreies als auch Gesamtüberleben auf. Und dies obwohl ein beträchtlicher Anteil der Patienten in der Dexamethason Gruppe nach Versagen der alleinigen Dexamethason Therapie auf Pomalidomid umgestellt werden konnte. Es zeigt sich also, dass ein frühzeitiger Einsatz, in diesem Fall nach zumindest zwei Vortherapien, günstiger ist als ein Einsatz nach einer noch größeren Zahl von Vorbehandlungen. Somit stellt die Behandlung mit Pomalidomid und Dexamethason bei Patienten, die zumindest zwei Vortherapien erhalten haben eine neue wirksame Option dar. „

Prim. Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig
Vorstand der. 1. Medizinischen Abteilung, Zentrum für Onkologie und Hämatologie
Wilhelminenspital


Buch-Tipp: Umgang mit Ärzten

09/25/2013 12:25:00 PM

Vielen Laien fällt der Umgang mit Ärzten schwer – doch die Kooperation zwischen Arzt und Patient ist essentiell für den Therapie-Erfolg.

Der Verein für Konsumenteninformation hat nun das Buch „Umgang mit Ärzten“ von Elisabeth Tschachler veröffentlicht.

Die Medizinjournalistin beantwortet auf Basis von Gesprächen mit Ärztinnen und Ärzten, Patientenvertretern, Selbsthilfegruppen, Soziologen und Juristen zahlreiche Fragen, die sich ein Patient im Laufe einer Therapie stellen sollte.

Auszug aus der VKI – Presseinformation (Wien, Juli 2013)

„Das Verhältnis von Arzt und Patient hat sich im Lauf der Zeit grundlegend gewandelt. Noch  bis  in die  1970er-Jahre  diktierten  die  „Götter in  Weiß“, was  zu  tun war.  Heute dagegen  spricht  man vom  „mündigen“  Patienten,  der  medizinische  Leistungen bewusst auswählt und gemeinsam mit dem behandelnden Arzt Entscheidungen trifft. Doch wie beurteilt ein medizinischer Laie, welche Therapie für ihn die beste ist? Wie findet  man  überhaupt  den  richtigen  Arzt?  Und  wie  lassen  sich  Missverständnisse vermeiden? Antworten darauf bietet das neue KONSUMENT-Buch Umgang mit Ärzten. […]”

Eine kostenlose Leseprobe können Sie sich hier anschauen:  Leseprobe.

Für weitere Informationen und zum Bestellen, besuchen Sie die Seite des Vereins für Konsumenteninformation (VKI).

Cover: Umgang mit Ärzten

 


Neue Broschüre: DLH info

09/25/2013 12:20:00 PM

Die Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe e.V.  hat die neue Broschüre DLH info veröffentlicht.

Unter dem Motto „Patientenkompetenz für alle – ein Plädoyer für den kompetenten Patienten“ informiert sie über zahlreiche Themen rund um die Themen Leukämie, Lymphome und Selbsthilfe.

Auszug aus dem Vorwort von Rainer Göbel, Leiter der Leukämie-Selbsthilfegruppen in Berlin und Beisitzer im DLH-Vorstand:

„Früher war es in der Regel noch so, dass der Arzt entschieden hat, welcher  Weg bei der Therapie einer Erkrankung eingeschlagen wurde. Der Patient ist dem gefolgt, hat die Therapie über sich ergehen lassen und musste  damit klarkommen. Heute fordern immer mehr Patienten – insbesondere wenn eine schwere, chronische Erkrankung vorliegt – umfassende Informationen über Chancen, Risiken und Therapiealternativen. Sie wollen an der Entscheidungsfindung gleichberechtigt beteiligt sein. Man spricht von „shared decision making“ (partnerschaftliche Entscheidungsfindung) – ein Konzept, das heute von den meisten Ärzten unterstützt wird.

In diesem Zusammenhang fällt oft der Begriff Patientenkompetenz. Doch was verbirgt sich genau hinter diesem Begriff? […]“

Die vollständige Ausgabe zum Download finden Sie hier: DLH info 51


Rückblick: Zauberberg, Neuberg und Figaros Hochzeit

09/23/2013 12:35:00 PM

Ein sommerfrischer Ausflug

Wenn brütende Hitze die Stadt einhüllt, war es seit jeher Brauch, dass sich die Wiener auf Sommerfrische begaben. Wollten sie auch noch Kultur zur guten Luft genießen, dann ging es auf den Semmering.

So fuhren am 27. Juli 2013 Mitglieder und Freunde von unseren befreundeten Selbsthilfegruppen Darmkrebs und Myelom- und Lymphomhilfe Österreich im klimatisierten Bus für einen Tag auf Sommerfrische.

Unsere erste Station war das sehr kühle Münster in Neuburg an der Mürz, wo wir Jahrhunderte alte sakrale Baukunst bewundern konnten.

Nach dem Mittagessen mit steirischen Schmankerln fuhren wir gestärkt auf den Semmering.

Dort trennten sich unsere Wege, die Gruppe der Musikfreunde begab sich zu einer Aufführung der Hochzeit des Figaro, die anderen fuhren auf den Zauberberg und genossen die gute Luft und die wunderschöne Aussicht auf das Bergpanorama.

Als wir dann erfüllt von einem wunderschönen Ausflug am Abend den Bus verließen, war sie wieder da, die Hitze der Stadt.

Christa Mandl


Veranstaltung: Komplementäre Medizin

09/16/2013 10:49:00 AM

Gibt es eine komplementäre Medizin, und wenn ja, was ist das? Ass. Dr. Claudia Muß klärt auf und beantwortet Ihre Fragen rund um dieses spannende Thema!

Wann? Dienstag, 12. November 2013, 16:00 Uhr
Wo? LKH Salzburg, Müllner Hauptstraße 48, 5020 Salzburg

Der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen:
Gabriele Kaltseis: 0664 411 46 81

Die Einladung können Sie sich hier downloaden: Komplementäre Medizin


Veranstaltung: Therapie und Nebenwirkungen

09/16/2013 10:46:00 AM

Ass. Dr. Gabriel Rinnerthaler gibt Antworten auf Ihre Fragen rund um das Thema: “Was ich über Nebenwirkungen der Chemo-, Hormon- und Antikörpertherapie wissen sollte”. Anschließend gemütliches Zusammenkommen und Erfahrungsaustausch im Gasthof Krimplstätter.

Wann? Dienstag, 15. Oktober 2013, 16:00 Uhr
Wo? LKH Salzburg, Müllner Hauptstraße 48, 5020 Salzburg

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Weitere Informationen:
Gabriele Kaltseis: 0664 411 46 81

Die Einladung können Sie sich hier downloaden: Therapie und Nebenwirkungen


Rückblick: Symposium “Myelom, Lymphome und MDS”

09/9/2013 4:09:00 PM

Am 07. September 2013 fand im Tagungszentrum Schönbrunn in Wien das Symposium Myelom, Lymphome und MDS statt.

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Heinz Ludwig gab es zahlreiche Vorträge von Experten und Workshops rund um die Themen “Neue Therapien, Neue Hoffnung”.

Erste Bilder dieser erfolgreichen Veranstaltung können Sie hier betrachten. Die Vorträge und Präsentationen können Sie als Video hier nacherleben: Online-Vorträge: Symposium Myelom, Lymphome und MDS!

Wir danken allen Teilnehmern und Referenten für diesen lehrreichen und interessanten Tag!