Archive for Oktober, 2014


Die neue DLH-info ist da!

10/31/2014 12:29:00 PM

Die neue Info-Broschüre der Deutschen Leukämie- und Lymphomhilfe e.V. ist erschienen.

Thema diesmal ist unter andere, der 17. bundesweite DLH-Patientenkongress und Evidenzbasierte Medizin.

Auszug aus dem Vorwort von Annette Hünefeld (Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im DLH-Vorstand)

“Es wäre wünschenswert, wenn zu jedem Krankheitsbild verlässliche, evidenzbasierte und stets aktuelle Therapieempfehlungen vorliegen würden. Angesichts der genannten Grenzen und Fallstricke kann immer nur versucht werden, dieses hehre Ziel anzustreben. Aber auch das Erfahrungswissen des behandelnden Arztes und die jeweilige persönliche Einschätzung des Patienten (der letzten Endes die Entscheidung trifft!), spielen weiterhin eine

wesentliche Rolle, denn jeder Mensch ist individuell in seiner Erkrankungssituation, wodurch sich Abweichungen ergeben können. Die Rolle der evidenzbasierten Medizin besteht darin, denindividuellen Patienten in Zusammenarbeit mit seinem behandelnden Arzt im Entscheidungsprozess mit objektiven Daten zu unterstützen.”

Die DLH-info Nr. 54 können Sie sich hier herunterladen: DLH-info Nr. 54


Buch-Tipp: 100 Medizin-Mythen

10/31/2014 12:19:00 PM

In Kooperation mit Wissenschaftler von medizin-transparent.at, einem Projekt der Österreichischen Cochrane Zweigstelle, veröffentlichte der Verein für Konsumenteninformation im Oktober den neuen Ratgeber “100 Medizin-Mythen”.

Auszug aus der Pressetext (Wien, Oktober 2014):

“Fast täglich werden wir in Artikeln, Inseraten oder in als redaktionelle Beiträge getarnten Anzeigen mit neuen, „sensationellen“ vermeintlichen Wundermitteln und Behandlungen konfrontiert. So ziemlich alle Geiseln der Menschheit lassen sich damit angeblich ausrotten. Für Konsumenten ist es kaum möglich, den Wahrheitsgehalt solcher Aussagen einzuschätzen. Dass man für diese Mittel, Tinkturen und Therapien tief ins Geldbörsel greifen muss, wird von todkranken oder von langer Krankheit gezeichneten Menschen in Kauf genommen. Meldungen über scheinbar gesundheitsschädliche Lebensmittel und Behandlungen lassen zudem aufhorchen und tragen zu Verunsicherung bei. In dieser Situation Orientierung zu geben, ist das Anliegen dieses Buches, für das Konsumentenschutz und Wissenschaft eine Kooperation eingegangen sind. Wissenschaftler von medizin-transparent.at, einem Projekt der Österreichischen Cochrane Zweigstelle, haben Wirkstoffe, Verfahren und Therapien genau unter die Lupe genommen. Sie durchforsteten die verfügbare Literatur nach wissenschaftlichen Belegen und geben mit diesem Wissen Antwort auf 100 Fragen, die vielleicht auch Sie sich schon einmal gestellt haben.”

Eine kostenlose Leseprobe finden Sie auf der Webseite des Vereins für Konsumenteninformation.


Neues Reha Zentrum

10/31/2014 12:09:00 PM

Am 30. September 2014 hat das Lebens.Med Zentrum Bad Erlach seine Pforten geöffnet.

Das Behandlungsangebot in der Onkologischen Rehabilitationseinrichtung im südlichen Niederösterreich richtet sich an jene Menschen, die ihre primäre Krebsbehandlung bereits abgeschlossen haben. Damit soll der Wiedereinstieg in den privaten und beruflichen Alltag erleichtert, die Lebensqualität verbessert und die Folgen der Krebsdiagnose und ihrer Behandlung vermindert werden.

Das Lebens.Med Zentrum Bad Erlach ist Partner der Sozialversicherung. Gemeinsam mit dem Haus- oder Facharzt kann ein Antrag auf Rehabilitation gestellt werden, der Aufenthalt dauert dann drei Wochen. Das Behandlungskonzept setzt im Sinne einer integrativen Krebsbehandlung gleichermaßen auf die körperliche, psychische und soziale Rehabilitation.
Das Therapieangebot umfasst dabei Einzel- und Gruppentherapien in den Bereichen Klinische- und Gesundheitspsychologie, Medizinische Trainingstherapie, Heilgymnastik, Ergotherapie, Ernährungsberatung, Sozialberatung, Physikalische Therapien und Heilmassagen.

Weitere Informationen gibt es auf www.lebensmed-baderlach.at.

 


Rückblick: Ausflug ins Freilichtmuseum Stübing

10/27/2014 1:51:00 PM

Am 5. September 2014 war es endlich wieder soweit! Gemeinsam mit unserer befreundeten SHG Darmkrebs fuhren wir mit viel Wiedersehensfreude und guter Laune  mit dem Bus ins Freilichtmuseum nach Stübing. Bei guten Gesprächen verging die Fahrt wie im Flug und nach dem Aussteigen wurden wir nicht nur von der würzigen Luft, sondern auch von Mitgliedern unserer Steirischen Gruppe, herzlich begrüßt. Natürlich hatten wir alle schon großen Appetit und wurden mit Schweinsbraten und Kasnocken köstlich verpflegt. Bei einem geführten Rundgang bewunderten wir die sehr beeindruckenden alten Bauernhäuser aus ganz Österreich. Nach einem gemütlichen Ausklang beim Heurigen in Pfaffstetten ging ein wunderschöner Tag zu Ende.

Ich möchte mich im Namen aller Teilnehmer für die tolle Organisation bei Elfi Jirsa und Helga Thurnher bedanken und freue mich schon sehr auf unseren Ausflug im nächsten Jahr.

Christa Mandl

Fotos: Monika Rauer


Rückblick: Stammzelltransplantation – Pro und Kontra

10/27/2014 1:35:00 PM

Am 21. Oktober referierte Univ. Prof. Peter Neumeister in Graz über das Thema “Stammzelltransplantation -Pro und Kontra”.

Prof. Neumeister leitet die Forschungsgruppe „SZT“ in der Klinischen Abteilung der Hämatologe an der MedUni Graz. Für uns leitete er über die Darstellung eines typischen Verlaufs des Multiplen Myeloms zu den Vorbedingungen für die Anwendung einer autologen bzw. allogenen  Stammzellentherapie über, beschrieb die Gewinnung von Stammzellen und schließlich deren Infusion. Die danach eintretende kritische Phase für den Patienten limitierte er auf 14 Tage, wobei das Problem bei der autologen SZT in der fehlenden Infektabwehr des Patienten, und bei der allogenen SZT in den drohenden Abstossungsreaktionen gesehen wird.

Als Behandlungsalternative zur SZT beschrieb er die chemotherapeutische Anwendung der neuen Substanzen wie Revlimid etc., sah jedoch anhand von vergleichenden Studien einen Vorteil bei der SZT, aufgrund derer eine deutliche Verlängerung der Überlebenszeit gegeben sei.

Er erwähnte auch andere hoffnungsvolle  Ausblicke der Stammzellforschung, z.B. jene mit embryonalen Stammzellen, die allerdings nicht für hämatologische Erkrankungen geeignet sind.

Wir danken ihm herzlich für seine sehr gründliche und fundierte Darstellung dieses komplexen Gebietes!