Myelom Lymphom Kontaktinformationen

Konventionelle Erstlinientherapie

Heinz Ludwig Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig

Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung
Zentrum für Onkologie und Hämatologie, Wilhelminenspital, Wien

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Studien bei Patienten mit neudiagnostiziertem Multiplem Myelom


2. Studie: Konventionelle Erstlinientherapie: Thalidomid-Dexamethason versus Melphalan-Prednison

Vergleich einer oralen Behandlung mit Thalidomid-Dexamethason und einer oralen Melphalan-Prednisolon Behandlung.

Phase I

Rationale: Melphalan-Prednisolon gilt als Standardbehandlung. Thalidomid-Dexamethason stellt eine neue wirksame Behandlung dar.

Ziel: Es soll überprüft werden, ob eine Behandlung mit Thalidomid-Prednisolon

  • zu gleichwertigen oder besseren Ergebnissen als die Standardbehandlung mit Melphalan-Prednisolon führt
  • mit weniger Nebenwirkungen und somit mit besserer Lebensqualität vergesellschaftet ist

Die Studie ist für folgende Patienten geeignet:

Relevante Einschlusskriterien für die Induktionstherapie:

  • Multiples Myelom (zwei von drei Ossermann Kriterien müssen erfüllt sein)
  • Keine Vorbehandlung
  • WHO Performance Status 0,1,2 or 3
  • Notwendigkeit einer Behandlung.
  • Ausreichende Organfunktion
  • Mindestalter 19 Jahre. Kein oberes Alterslimit.
  • Behandlung mit Hochdosistherapie nicht möglich

Relevante Ausschlusskriterien:

  • Extramedulläres Plasmozytom oder solitäres Plasmozytom
  • Gutartige monoklonale Gammopathie, “Smouldering” Myelom, IgM Myelom ohne Osteolysen
  • Vorhergehende Behandlung mit Chemotherapeutika, Kortikosteroiden, Immunmodulatoren oder anderen experimentellen Substanzen
  • Gebärfähige Frauen
  • Stillperiode
  • Vorbestehende periphere Polyneuropathie
  • Herzinsuffizienz NYHA III, IV

Phase II – Remissionserhaltungstherapie

Rationale: Die eingeleitete Erstlinientherapie führt bei ca. 2/3 der Patienten zu einer Remission, in der die Patienten beschwerdefrei sind. Üblicherweise kommt es nach einer gewissen Zeit (wenige Monate bis Jahre) zu einem neuerlichen Fortschreiten der Erkrankung. Dies soll durch eine Remissionserhaltungsbehandlung hinausgezögert werden.

Ziel: Es soll überprüft werden, ob die Kombination von Interferon mit Thalidomid zu

  • längerer Remissionsdauer
  • besserer Verträglichkeit führt

Die Studie ist für Patienten geeignet, die den ersten Teil absolviert und eine Remission oder Stabilisierung erreicht haben.

Teilnehmende Zentren

Personen Zentrum / Abteilung Telefon
Univ.-Prof. Dr.
Heinz LUDWIG
Wilhelminenspital, Wien
1. Medizinische Abteilung mit Onkologie
01-49150-2101
Univ.-Prof. Dr.
Heinz GISSLINGER
AKH Wien
Abteilung für Hämatologie
01-40400-4409
Univ. Prof. Dr.
Johannes DRACH
AKH Wien
Abteilung für Onkologie
01-40400-4466
OA Dr.
Alois LANG
LKH Feldkirch
Abteilung für Innere Medizin
05522-303-7510
Univ. Prof. Dr.
Werner LINKESCH
Universitätsklinik Graz
Abteilung für Hämatologie
0316-385-4086
Univ. Prof. Dr.
Günther GASTL
Universitätsklinik Innsbruck
Abteilung für Hämatologie
0512-504-4044
OA Dr.
Regina REISNER
Hanuschkrankenhaus, Wien
Hämatolog./Onkolog. Zentrum
01- 91021-2292
Univ. Prof. Dr.
Dieter LUTZ
Aö. KH der Elisabethinen Linz
Fadingerstrasse 1
0732-7676-4400
Univ.-Doz. Dr.
Michael FRIDRIK
Allgemeines Krankenhaus Linz
1. Med. Abteilung
0732-7806-6220
Univ.-Prof. Dr.
Richard GREIL
Landeskrankenhaus, Salzburg
Onkolog. Abteilung
0662-4482-2879
Univ.Prof. Dr.
Josef THALER
KH der Barmherzigen Schwestern Wels
3. Interne Abteilung
07242-415-0
Dr. Harald M. WIMMER Landeskrankenhaus Villach
Medizinische Abteilung
04242-208-2301
Dr. Richard HAIDINGER A.ö. Landeskrankenhaus Steyr
2. Med. Abteilung/Onkologie
07252-880-1550
Univ. Prof. Dr. F. KEIL LKH Leoben 03842-401-0

Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, Wien, 2004