Myelom Lymphom Kontaktinformationen
Heinz Ludwig Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig

Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung
Zentrum für Onkologie und Hämatologie, Wilhelminenspital, Wien

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Studien bei Patienten mit fortschreitender Erkrankung nach einer (oder mehreren) Vorbehandlungen


1. Velcade®

Rationale: Velcade ist ein neues Medikament für Patienten mit multiplem Myelom. Der Wirkmechanismus unterscheidet sich von konventionellen Zytostatika. Velcade wird in der Regel gut vertragen. Folgende Nebenwirkungen werden bei einem Teil der Patienten beobachtet: Irritation der Nerven mit Nervenschmerzen in Füßen und Händen, Beeinträchtigung des Blutbildes (Blutplättchen, weiße Blutkörperchen), meist keine oder nur mäßige Übelkeit.

Bei massiv vorbehandelten Patienten führt Velcade bei etwa 35 % der Patienten zu einer Remission und bei weiteren 20% zu einer Stabilisierung mit Besserung des Wohlbefindens.

Ziel: Es sollen weitere Erfahrungen mit Velcade gewonnen werden.

Die Studie ist für folgende Patienten geeignet:

Relevante Einschlusskriterien für die Induktionstherapie

  • Multiples Myelom und Diagnose eines Fortschreitens der Krankheit nach mindestens zwei vorhergegangenen Anti-Myelom-Behandlungen
  • Messbare Myelom-Paraprotein Spiegel im Serum oder Urin
  • Blutbild: Neutrophile: > 500/µl, Blutplättchen > 30.000/µl, Hämoglobin > 7.0 g/dl; eingeschränkte Nierenfunktion
  • Mindestalter 18 Jahre. Kein oberes Alterslimit.

Relevante Ausschlusskriterien

  • Progression während einer vorhergegangenen VELCADE-Therapie
  • Ein oder mehrere schwerwiegende unerwünschte Nebenwirkungen während einer vorhergegangenen VELCADE-Therapie
  • Keine Chemo-, Bestrahlungs- oder Immuntherapie innerhalb der letzten 4 Wochen
  • Periphere Neuropathie Grad 2 oder höher, schwerer Herzinsuffizienz oder Amyloidose des Herzens

Therapieablauf

Velcade wird am Tag 1, 4, 8 und 11 intravenös verabreicht, danach 10 Tage Therapiepause. Diese Zeitspanne entspricht einem Zyklus. Wiederbeginn am Tag 21 mit dem nächsten Zyklus wie oben angegeben. Bei fehlendem Therapieerfolg wird zusätzlich Dexamethason verabreicht.

Teilnehmende Zentren

Personen Zentrum / Abteilung Telefon
Univ.-Prof. Dr.
Heinz LUDWIG
Wilhelminenspital, Wien
1. Medizinische Abteilung mit Onkologie
01-49150-2101
Univ. Prof. Dr.
Johannes DRACH
AKH Wien
Abteilung für Onkologie
01-40400-4466

Univ. Prof. Dr. Heinz Ludwig, Wien, 2004